• Anordnung der MPU

Anordnung der MPU

Wann wird eine MPU angeordnet?

1.) Wenn Sie es beantragen.

Das sollte bestenfalls ca. drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist erfolgen, damit bei positivem Ausgang des Gutachtens eine Bewilligung des Antrages erfolgen kann und Sie Ihren Führerschein zurückerhalten.

oder

2.) Wenn die Behörde Sie dazu auffordert.

Dazu müssen der Behörde konkrete Umstände bekannt werden, die Ihre mangelnde Eignung zum Fahrzeugführen belegen. Das ist jedenfalls in folgenden Fällen gegeben:

  1.  Teilnahme am Straßenverkehr mit mehr als 1,6 Promille
  2.  Wiederholte Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen
  3.  Besitz oder Konsum illegaler Drogen
  4.  Erhebliche Straftaten im Straßenverkehr oder Straftaten im Straßenverkehr mit Aggressionspotential
  5.  Geistige oder körperliche Mängel

Kann man sich gegen die Anordnung der Führerscheinbehörde wehren?

Nein, gegen die Anordnung gibt es keine Rechtsmittel. Sie müssen also dieser Aufforderung Folge leisten. Wird die beantragte Neuerteilung der Fahrerlaubnis verweigert oder erfolgt eine Entziehung der Fahrerlaubnis, können wir für Sie Rechtsmittel in einem Verwaltungsverfahren einleiten.

Tipp: Ob Aussichten auf einen positiven Ausgang eines solchen Verwaltungsverfahrens bestehen, sagen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Rufen Sie uns einfach an!

Wie bekomme ich meine Fahrerlaubnis zurück?

Sie stellen einen Antrag auf Wiedererteilung bei der Führerscheinstelle. Diese Führerscheinstelle prüft danach, ob sie dem Antrag stattgibt. Zusätzlich prüft sie, ob eine MPU durch Sie gemacht werden muss. Müssen Sie eine MPU machen, werden Sie aufgefordert, der Führerscheinstelle mitzuteilen, welche Begutachtungsstelle Sie gewählt haben. Danach sendet die Führerscheinstelle eine ganz bestimmte individuelle Eignungsfrage zur Klärung Ihrer Fahreignung mit Hilfe des Gutachtens. Dafür zahlen Sie einige Gebühren.

Beauftragt die Führerscheinstelle das Gutachten?

Nein, das machen Sie. Die Führerscheinstelle fordert Sie nur zur Vorlage des Gutachtens auf. Je nach Ergebnis des Gutachtens können Sie selbst entscheiden, was Sie dann tun wollen. Die Kosten der Begutachtung tragen Sie.

Welche Kosten können auf mich zukommen?

Als Faustregel gilt: Gutachten zu Punkten oder auch „nur" zu Straftaten sind günstiger als Alkohol- und Drogenuntersuchungen oder aber sogenannten Kombinationsgutachten (Alkohol plus Punkte / Drogen plus Punkte / Drogen plus Alkohol). Die Kosten sollten Sie mit 350-750 Euro veranschlagen.
Für Haaranalysen fallen ca. 200-300 Euro an. Eine Urinuntersuchung schlägt mit ca. 100 Euro zu Buche.

Tipp: Fragen Sie vorher die Untersuchungsstelle nach den Preisen!

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